digitale Fortbildung

Das Internet bietet eine unendliche Zahl an Informationsquellen und zahlreiche Kommunikationsmöglichkeiten, die zur Fortbildung genutzt werden können und sollten. Fortbildung ist dabei für mich mehr als die Teilnahme an einer Online-Veranstaltung. Auch die tägliche Informationsbeschaffung über das Internet trägt zur Kompetenzerweiterung bei. Im Folgenden möchte ich Beispiele meiner Fortbildungsquellen vorstellen.  

Online-Fortbildungen  

EdchatDE

Eine besondere Art der Online-Fortbildung stellt der Twitterchat #EdchatDE dar, bei dem sich jeden Dienstag von 20h00 bis 21h00 Bildungsinteressierte über vorher zur Abstimmung gestellte Themen austauschen. Die Fortbildung wird unterstützt durch vorbereitende und nachbereitende Materialien. Die Gründer des EdchatDE, André Spang (@tastenspieler) und Torsten Larbig (@herrlarbig), stellen vor dem Twitterchat in einem Blog Materialien zur Vorbereitung auf das Thema zur Verfügung. Nach dem Chat erstellt eine weitere Kollegin, Christiane Schicke (@frandevol), jeweils ein Tweet- und ein Linkprotokoll zur Nachbereitung.  Wer einen Chat verpasst hat, kann die Fragen (Fragen von 09/2013 bis 01/2015 und Fragen ab 2015) zu den bisher diskutierten Themen nachlesen.

Webinare des LPM Saarbrücken  

Organisiert von Jürgen Wagner (@wagjuer) bietet das Landesinstitut für Pädagogik und Medien Webinare zum digitalen (Fremdsprachen-)Lernen an.

Neben der Teilnahme an den Webinaren habe ich auch bereits zwei gehalten:  

Tablets im Unterricht - von der Idee bis zum Einsatz  


Lernen mit Apps - immer app to date  


der Digitale Bildungskalender  

Neben den Webinaren des LPM Saarbrücken gibt es zahlreiche andere Online-Angebote. Der Digitale Bildungskalender (@DigiEdKalender) versucht, einen Überblick zu geben.


MOOCS 

MOOCS (Massive Open Online Courses) stellen ebenfalls eine gute Möglichkeit dar, sich fortzubilden. Durch die Wahl eines Online-Kurses nach eigenen Interessen kann man in einer Lerngemeinschaft dieses Thema eingehend behandeln. Informationsphasen von Experten wechseln sich mit Austauschphasen zwischen den Teilnehmern ab. Lernen erfolgt vorwiegend nach konnektivistischem Prinzip. Selbst teilgenommen habe ich bisher an folgenden MOOCS:  

MOOC Maker Course (#mmc13)  

COER13 (#COER13) - Online-Kurs zu Open Educational Resources  

MOOC ReSOP - les Réseaux Sociaux comme Outils Pédagogiques  

EDUpleMOOC (#EDUpleMOOC) - MOOC zu persönlichen Lernumgebungen im Bildungsbereich  


Aktuell nehme ich teil am TwittMOOC (#TwittMOOC) zum Einsatz von Twitter im Bildungsbereich.

In Planung ist eine Teilnahme ab Mai an COER15 (#COER15), der Fortsetzung von COER13 (s.o).


Quellen zur Informationsbeschaffung  

Twitter  

Meine wichtigste Informationsquelle stellt Twitter dar. Durch Vernetzung mit Kollegen und durch Folgen von Accounts, die für mich relevante Themen aufgreifen, kann ich meine Kompetenzen erweitern. Wie man einen Account einrichtet, findet man z.B. bei N24. Monika König aka @mons7 gibt in ihrem Blog Lernspielwiese nützliche Tipps zum erfolgreichen Twittern.  

Facebook  

Auch Facebook kann als Informationsquelle dienen. Durch Vernetzung mit Kollegen und Abonnieren von Seiten, die für mich relevante Themen behandeln, kann auch dieses soziale Netzwerk zur Fortbildung beitragen.  

Google+  

Google+ nutze ich vorwiegend in Communities. Dort kann man sich mit anderen Mitgliedern über bestimmte Themen austauschen. Bei einer Projekterarbeitung mit Kollegen bietet sich Google+ an, da man hier nicht nur Beiträge posten kann, sondern auch weitere Tools zur Verfügung stehen. Durch Integration von Google Docs kann man z.B. Formulare zur Abstimmung über eine Projektplanung sowie zu diskutierende Themen oder auch Tabellen zum kollaborativen Erstellen von Auflistungen verwenden. Des Weiteren bietet Google die Möglichkeit der Hangouts an. Dabei handelt es sich um Videochats, an denen bis zu 10 Personen aktiv teilnehmen können. Möchte man dieses virtuelle Treffen aufzeichnen, wählt man die Option Google Hangout on Air. Die Aufzeichnung wird dann in den verknüpften Youtube-Kanal übertragen. Zur Arbeit an einem Projekt für den EDUpleMOOC (s.u.) hat eine Kollegin für unsere Untergruppe Fremdsprachen eine Google+-Community gegründet, was eine sehr gute Arbeits- und Lernumgebung bietet und somit für Fortbildungen über längere Zeiträume hinweg sehr geeignet ist.

RSS-Reader  

Websites wie Blogs oder von Fachzeitschriften kann man über RSS-Feed abonnieren, um keinen wichtigen Artikel zu verpassen. Als Reader nutze ich Feedly, da er übersichtlich gestaltet ist und auf allen von mir verwendeten Geräten (iPhone, iPad, MacBook) geöffnet werden kann. Durch Synchronisation stehen auch alle Änderungen direkt überall zur Verfügung. Öffnet man den Reader, erscheinen dort die aktuell veröffentlichten Beiträge der abonnierten Websites.

Eine Übersicht über Blogs von Lehrenden findet man z.B. in diesen Listen:  

Liste im ZUM-Wiki  

Liste von Felix Schaumburg

Liste von Matthias Heil

 

Youtube

Viele Bildungseinrichtungen, Gesellschaften und auch individuelle Youtuber  veröffentlichen Videos zu bestimmten Themen. Durch Abonnieren von Kanälen, die eigenen Interessen entsprechen, erscheinen die neuesten Veröffentlichungen auf der Startseite. 

Vorteile einer digitalen Fortbildung  

Die Informationen stehen im Netz. Auch Webinare werden aufgezeichnet bzw. zum EdchatDE gibt es Tweetprotokolle. Daher kann man den Zeitpunkt und den Ort der Fortbildung frei wählen. Man kann sich Informationen mehrmals ansehen bzw. bestimmte Sequenzen auswählen. Die Fortbildung verläuft somit selbstbestimmt und individuell und unterstützt dadurch lebenslanges Lernen. Darüber hinaus ermöglichen Webinare, Vorträgen von Referenten zu folgen, was aufgrund räumlicher Distanz analog nur mit sehr großem Zeit- und finanziellen Aufwand möglich wäre. Da sehr viele Online-Events verbloggt bzw. im Netz kommentiert werden, kann man zudem aus verschiedenen Perspektiven das Thema verfolgen bzw. nacharbeiten.

Nachteile einer digitalen Fortbildung  

Man kann sich zwar über unterschiedliche digitale Kommunikationskanäle mit anderen Teilnehmern austauschen, es besteht jedoch kein Face-to-Face-Kontakt zu anderen. Von Zeit zu Zeit ist es aber auch wichtig, sich mit anderen im Real Life zu treffen, um netzzuwerken. Daher ersetzt digitale Fortbildung für mich nicht komplett eine analoge, stellt aber meiner Meinung nach eine wichtige und interessante Erweiterung dar.  

MHL 2015